Navigation einblenden

Der kleine Reise-Knigge – Unterwegs in der Türkei

Benimmregeln für unterwegs

17. März 2018 - #Praktische Reise-Tipps

„Der Kluge bemüht sich, alles richtig zu machen. Der Weise bemüht sich, so wenig wie möglich falsch zu machen“, so sagt es ein türkisches Sprichwort. „Andere Länder, andere Sitten“, heißt es in Deutschland. Beide meinen dasselbe: Gegenseitiger Respekt, besonders wenn man zu Gast ist, ist das A und O.

Der Besuch einer Moschee

Muslimische Gotteshäuser stehen interessierten Besuchern in der Türkei weitestgehend offen. Natürlich sind vor dem Besichtigen einige Regeln zu beachten, die sich größtenteils jedoch nicht sonderlich von den Vorkehrungen vor dem Betreten eines anderen Gotteshauses, wie einer katholischen Kirche, unterscheiden.

Vor dem Betreten der Moschee müssen Gläubige und Besucher ihre Schuhe ausziehen. Frauen bedecken ihren Kopf mit einem Kopftuch und Ihre Beine und Schultern. In Istanbul ist sogar neuerdings der Ganzkörperanzug für Frauen Pflicht. Auch Männer sollten sich angemessen kleiden und nicht mit kurzen Hosen und Unterhemd in die Moschee eintreten.
 Während des Gebets oder am Freitag, dem Hauptgebetstag, sollte man als Gast die Moschee nicht besuchen. Die Gläubigen könnten sich gestört fühlen.

Fotografieren               

Wer fragt, gewinnt: Ebenso wie in Deutschland gebietet es die Höflichkeit zu fragen, bevor man jemanden fotografiert. Und zur großen Freude des Fotografen sind die meisten Türken sehr gerne bereit sich ablichten zu lassen. Wenn Sie sich sehr beliebt machen wollen, dann lassen Sie sich die Adresse des „Models“ geben und schicken Sie nach dem Urlaub einen Abzug. Generell verboten und unter Strafe gestellt, ist es militärische Einrichtungen und die Polizei zu fotografieren.

Geben und Nehmen

Es darf gehandelt werden. Feilschen gehört in der Türkei, zumindest wenn es sich um Waren von gewissem Wert handelt, zum guten Ton und hat nichts mit Geiz zu tun. Das bedeutet jedoch nicht, dass man um den Preis jeder Tomate verhandeln muss. Verhandeln bedeutet gegenseitiger Respekt, denn man geht ein Gespräch ein und versucht eine Gemeinsamkeit – den endgültigen Preis – zu finden. Wenn Sie einen Preis nennen, und damit Ihr ernsthaftes Interesse bekunden, sollten Sie auch bestrebt sein, das Verhandlungsgespräch zu einem guten Ende zu führen.

Auch wenn es vielleicht schwerfällt, geben Sie bettelnden Kindern auf Straße keine Almosen. Auf diese Weise werden regelrecht Berufsbettler von Kindesbeinen an herangezogen, statt die Kinder zur Schule zu schicken. Hingegen sind alte und gebrechliche Menschen, die Sie ebenfalls auf türkischen Straßen sehen werden, auf jede Zuwendung angewiesen. In diesem Fall ist eine kleine Gabe durchaus angebracht.



Zurück zum Reiseblog